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Informationen rund ums Bauen und Sanieren 8 zum zulässigen Maß der baulichen Nutzung (z.B. Zahl der Vollgeschosse/Gebäudehöhe, Verhältnis der überbaubaren Fläche zur Fläche des Grundstücks (Grundflächenzahl, kurz: GRZ), Bauweise, zu den Baugrenzen und/oder Baulinien zur Überbauung bestimmter Flächen auf den jeweiligen Grundstücken und zu den Verkehrs-, Wasser-, Grün- und Waldflächen. Es besteht kein Rechtsanspruch der Bürgerinnen und Bürger auf Aufstellung, Änderung, Ergänzung oder Aufhebung eines Bebauungsplanes. Die Entscheidung darüber obliegt einzig und allein dem Rat der Stadt Bad Gandersheim, sobald und soweit es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist. Das Baugesetzbuch sieht eine Beteiligung der Öffentlichkeit bei allen Planungen vor. Die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger ist bereits zu einem frühen Zeitpunkt des Planungsprozesses gesetzlich vorgesehen, wesentliche Planänderungen sind dann möglich. Im Regelfall werden nach ortsüblicher Bekanntmachung des Aufstellungsbeschlusses die Vorentwürfe samt Text und Plangebietsskizze ausgelegt und der Öffentlichkeit erläutert. Dabei werden Anregungen der Bürgerinnen und Bürger festgehalten und dem Rat mitgeteilt (frühzeitige Beteiligung). Der Rat der Stadt Bad Gandersheim entscheidet dann, inwieweit die Anregungen der Öffentlichkeit die Planentwürfe beeinflussen und beschließt danach den endgültigen Entwurf zur Offenlage. Mit der Veröffentlichung des Bebauungsplanes als Satzung (kommunales Gesetz) wird der Bebauungsplan rechtskräftig und kann jederzeit beim Fachbereich Bauen, Planen und Umwelt der Stadt Bad Gandersheim eingesehen werden. Das zuvor grob aufgezeigte Aufstellungsverfahren gilt grundsätzlich auch für die Änderung eines bestehenden Bebauungsplanes. Sollten die Grundzüge der Planung nicht berührt werden, kann die Änderung des Bebauungsplanes im vereinfachten Verfahren (ohne frühzeitige Beteiligung) erfolgen. Voraussetzung hierfür ist ebenfalls die ortsübliche Bekanntmachung sowie die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei der Offenlage. Die Bebaubarkeit eines Grundstückes wird nicht abschließend nur durch Bebauungspläne geregelt. In Stadtbereichen in denen kein Bebauungsplan existiert, gelten die Vorschriften für den „Außenbereich“ (§ 35 BauGB) und den „unbeplanten Innenbereich“ (§ 34 BauGB). Außenbereich Der Außenbereich liegt außerhalb des baulich geprägten Hauptsiedlungsbereiches der Stadt Bad Gandersheim und ihrer Ortsteile (im Zusammenhang bebauter Ortsteile) und außerhalb der Geltungsbereiche von Bebauungsplänen. Deshalb ist er keinem Bebauungszusammenhang zuzuordnen und grundsätzlich von einer Bebauung freizuhalten. Dadurch wird u.a. der Naturhaushalt geschont, das Stadtgebiet vor Zersiedlung geschützt und das Landschaftsbild erhalten. Nur sogenannte bodengebundene Vorhaben, die als privilegiert bezeichnet werden, sind zulässig. Dabei handelt es sich zum größten Teil um land- und forstwirtschaftliche Vorhaben sowie Vorhaben, die aufgrund besonderer Anforderungen in den Außenbereich gehören. Diese durchbrechen den Grundsatz des Bauverbots im Außenbereich. Unbeplanter Innenbereich Als unbeplanten Innenbereich bezeichnet man die Grundstücke, die innerhalb des baulich geprägten Hauptsiedlungsbereiches der Stadt Bad Gandersheim und ihrer Ausschnitt aus einem Bebauungsplan der Stadt Bad Gandersheim


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