4. Planung des Bauvorhabens

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Informationen rund ums Bauen und Sanieren 16 ! 4. Planung des Bauvorhabens 4.1 Entwurf (ggf. Bauvoranfrage) und Genehmigungsplan Der Entwurf Ihres Bauvorhabens soll funktionellen Ansprüchen genügen sowie Ihren Gestaltungsabsichten entsprechen und natürlich im Rahmen Ihrer finanziellen Möglichkeit realisierbar sein. Der Architekt bzw. Bauvorlagenberechtigte hat nun die Aufgabe, die obengenannten Punkte mit den grundstücksbezogenen Voraussetzungen und den rechtlichen Vorgaben in Einklang zu bringen. Dabei ist es unwichtig, ob Sie komplett neu bauen oder nur bauliche Veränderungen an Ihrem vorhandenen Gebäude vornehmen möchten. Nachdem der Architekt bzw. Bauvorlagenberechtigte notwendige Informationen (wie z.B. Begehung des Grundstücks, Ermittlungen der technischen Voraussetzungen) eingeholt hat, erstellt er erste Vorentwürfe für Ihr Bauvorhaben. Die Vorentwürfe sollten im Dialog mit Ihnen besprochen und ggf. verändert und optimiert werden. Achten Sie neben der inneren Aufteilung und dem Äußeren Ihres neuen Bauvorhabens auch schon frühzeitig auf die Außenflächen. Denn die Anordnung Ihres Hauses, Anbaus, Carports, etc. auf dem Grundstück kann entscheidende Folgen auf die Nutzbarkeit des Grundstücks haben! Sind Sie schlussendlich mit dem Vorentwurf des Architekten bzw. Bauvorlagenberechtigten einverstanden, kann dieser mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung beginnen. TIPP: Zur verbindlichen Klärung von Zweifelsfällen ist es zweckmäßig, eine Bauvoranfrage beim Bauaufsichtsamt des Landkreises Northeim zu stellen! Exkurs: Baugenehmigungsverfahren Der Bauherr, der beabsichtigt eine bauliche Anlage zu errichten, zu ändern oder abzubrechen, erwirkt den Anstoß für das Baugenehmigungsverfahren. Er betraut in der Regel einen bauvorlageberechtigten Architekten, der nach Maßgabe des Baurechts die Bauantragsunterlagen anfertigt und zusammenstellt. Resultierend aus der Nds. Bauordnung (NBauO) erhält der Architekt, als fachlicher Erfüllungsgehilfe des Bauherrn, eine verantwortungsvolle Position. Seine Aufgabe besteht in der Beratung des Bauherrn in allen planungs- und baurechtlichen Belangen. Des Weiteren hat der Architekt alle baurechtlichen Belange eigenverantwortlich sicherzustellen. Die Bauvoranfrage (Antrag auf einen Vorbescheid) Die Bauvoranfrage gilt als Vorprüfung vor dem eigentlichen Baugenehmigungsverfahren. Gestellt wird die Bauvoranfrage durch den Bauherrn. Damit können auftretende planungs- oder bauordnungsrechtliche Einzelfragen, die einem Vorhaben entgegenstehen, separat „vor“-geprüft werden. Die dazu notwendigen Bauvorlagen orientieren sich an der zu prüfenden Frage, die so konkret gestellt werden muss, dass sie von der Baugenehmigungsbehörde verbindlich beantwortet werden kann. Der Bauvorbescheid ist eine verbindliche Erklärung der Behörde, an die sie im Baugenehmigungsverfahren gegenüber dem Bauherrn gebunden ist. Der Bauvorbescheid hat eine Gültigkeit von drei Jahren. Vor Ablauf der Zeit ist ein Antrag auf Verlängerung um jeweils ein Jahr zu stellen. Bauvoranfragen werden häufig vor Grundstücksverkäufen vom Käufer vorgeschaltet oder als Option in die Grundstücksverträge übernommen. Das Baugenehmigungsverfahren Verfahrensfreie Vorhaben und Anlagen (§ 60 NBauO ) Bauliche Anlagen und Vorhaben, die keiner Baugenehmigung bedürfen, sind im Anhang zu § 60 NBauO aufgelistet. Von einer grundsätzlichen Zulässigkeit dieser Vorhaben kann leider nicht ausgegangen werden, denn häufig stehen ihnen örtliche Satzungen, wie der Bebauungsplan, Gestaltungssatzungen oder das Nachbarrecht, aber auch die Regelungen der NBauO selbst entgegen. Aus diesem Grund sollten Sie sich, bevor Sie Ihr Vorhaben realisieren, beim Fachbereich Bauen, Planen und Umwelt der


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