5. Bauausfuehrung/Baubeendigung

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21 5. Bauausführung/ Baubeendigung 5.1 Baubeginn Baugenehmigung Erteilt Ihnen das Bauaufsichtsamt des Landkreises Northeim die Baugenehmigung, wird diese mit weiteren Bedingungen, Nebenbestimmungen oder Hinweisen an Sie ausgehändigt. Die Baugenehmigung, einschließlich aller Unterlagen, muss auf der Baustelle ständig vorliegen. Das der Genehmigung beigefügte Baustellenschild (roter bzw. grauer Punkt) ist dauerhaft und weithin sichtbar an der Baustelle anzubringen. Es verweist auf Bezeichnung des Bauvorhabens, Name und Anschrift des Entwurfsverfassers, des Bauleiters, der ausführenden Firma und des Bauherrn. Soweit erforderlich, sind geeignete Schutzmaßnahmen (wie die Errichtung eines Bauzaunes) zu treffen, da von Baustellen oft Gefahren – insbesondere für Kinder – ausgehen. Der Bauherr und der Unternehmer tragen deshalb eine besondere Verantwortung für die Sicherung der Baustelle. Genehmigungsfreistellung Sie und Ihr beauftragter Architekt/Bauvorlagenberechtigter sind dafür verantwortlich, dass das Vorhaben nach der vorgelegten Planung insgesamt zulässig hergestellt wird. Bei beabsichtigten (planungsrechtlich Bad Gandersheim baut… zulässigen) Änderungen müssen Sie diese rechtzeitig nachreichen. Bei Neubaumaßnahmen sind die Grundrissfläche und die Höhenlage vor Baubeginn abzustecken. Von Baubeginn an müssen auf der Baustelle mindestens eine Zweitschrift der vorgelegten Bauvorlagen und der erforderlichen bautechnischen Nachweise zur jederzeitigen Einsicht durch Mitarbeiter der Bauaufsichtsbehörde vorliegen. 5.2 Abnahme/Anzeige Baugenehmigungen Für genehmigungspflichtige Vorhaben können für den Rohbau bzw. das fertiggestellte Gebäude in der Baugenehmigung Bauzustandsbesichtigungen vorgeschrieben werden, deren Umfang im Ermessen der Bauaufsichtsbehörde liegt. Die Fertigstellung des Rohbaus bzw. die abschließende Fertigstellung ist der Bauaufsicht durch den Bauherrn eine Woche vorher anzuzeigen. Entsprechende Vordrucke liegen der Baugenehmigung bei. Der Mitarbeiter der Bauaufsicht vergewissert sich dabei, ob die Beschaffenheit des Rohbaus eine Fertigstellung gestattet. Bei der Fertigstellungsbesichtigung wird geprüft, ob der Endzustand des Baus eine Benutzung erlaubt. Die entsprechenden amtlichen Bescheinigungen werden nur auf Verlangen des Bauherrn ausgestellt. Die Zustandsbesichtigungen sind gebührenpflichtig. 5.3 Gebäudeeinmessung Die Vermessungsgesetze der Länder fordern vom Bauherrn die amtliche Einmessung des neu errichteten oder veränderten Gebäudes. Die amtliche Einmessung dient der Fortführung des Katasterwerks und damit der Vollständigkeit des amtlichen Nachweises der Grundstücke und Gebäude im Liegenschaftskataster. Das Liegenschaftskataster stellt einen vollständigen amtlichen Nachweis aller Flurstücke dar. In ihm sind sowohl die Lage, Nutzung und Größe der Liegenschaften als auch der Nachweis der Eigentümer und Erbbauberechtigten, und zwar entsprechend den grundbuchrechtlichen Eintragungen, beschrieben und dargestellt. Die amtliche Einmessung stellt eine hoheitliche Aufgabe dar und kann daher nur von autorisierten Vermessungsstellen durchgeführt werden. Hierzu gehören neben öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren auch das Katasteramt Northeim.


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