III. „Bad Gandersheim baut… energiebewusst bei der Modernisierung“ - 1. Altbaumodernisierung – der Wärmeschutz ist entscheidend

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Informationen rund ums Bauen und Sanieren 24 III. „Bad Gandersheim baut… energiebewusst bei der Modernisierung“ Sie planen eine größere oder auch kleinere Renovierung ihrer Wohnung oder Ihres Hauses? Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Modernisierung mit energiesparenden Maßnahmen zu verbinden, denn es wird dadurch nicht nur ihr Wohnkomfort gesteigert, sondern Sie sparen auch Energie und damit Kosten. Sinnvoll kombinierte und fachgerecht aufeinander abgestimmte Maßnahmen erhöhen die Einsparung von Energiekosten. Bei einer umfangreichen Sanierung eines Altbaus kann der Energiebedarf um bis zu 80% gesenkt werden. Informieren Sie sich schon zu Beginn der Maßnahmen am besten bei unabhängigen Fachleuten. 1. Altbaumodernisierung – der Wärmeschutz ist entscheidend Dämmung der Kellerdecke Da die Kellerdecke zum nicht beheizten Keller meist gar nicht gedämmt ist, entstehen relativ niedrige Temperaturen an der Fußbodenoberfläche. Abhilfe schafft hier das Anbringen von Dämmplatten an der Unterseite der Kellerdecke bzw. das Anbringen einer abgedeckten Decke mit Dämmstoff. Abhängig von der Kellerraumhöhe kann die Dämmstärke variiert werden. Bei der Dämmstoffauswahl sollte darauf geachtet werden, dass die Produkte FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoff) und HFCKW (teilhalogenierte FCKW) frei sind. Sind zahlreiche Installationsleitungen vorhanden, ist es eventuell sinnvoll, eine Unterkonstruktion mit Verkleidung aufzubauen und nachträglich den Hohlraum mit Dämmstoff ausblasen zu lassen. Diese Vorgehensweise bietet sich auch bei ungleichförmigen Kellerdecken (z.B. Gewölbe- oder Kappendecken) an. Auf jeden Fall sollte die anzubringende Unterkonstruktion mit dem Hohlraum rechtzeitig mit der Fachfirma, die das Einbringen des Dämmstoffes vornehmen soll, besprochen werden. Dämmung schützt die Außenwände Eine Außenwand ist extremen Witterungseinflüssen durch Schlagregen und Sonnenstrahlung ausgesetzt. Eine nachträgliche Wärmedämmung verringert nicht nur den Energieverbrauch, sondern schützt die Wand vor extremen Temperaturschwankungen. Da die meisten Dämmstoffe diffusionsoffen, d.h. feuchtigkeitsdurchlässig sind, kann auch Wasserdampf, der in das Mauerwerk eindringt, nach außen abgeleitet werden. Dämmung der obersten Geschossdecke Neben den Außenwänden geht bei Einfamilienhäusern am meisten Energie über die oberste Geschossdecke zum unbewohnten Dachboden verloren. Experten rechnen mit 20% bis 25%! Speziell hier kann man mit wenig Kosten eine gute Heizenergieeinsparung erzielen. So kann z.B. auf der obersten Geschossdecke (bei Holzbaukonstruktionen ist das Auslegen einer Dampfbremse sinnvoll) direkt der Dämmstoff ausgelegt werden. Dämmplatten sollten mehrlagig, fugenversetzt verlegt werden. Als Dämmstoff stehen Zellulosematten, Kork-, Polystyrolplatten oder Mineralwolle usw. zur Verfügung. Soll der Dachboden begehbar sein, sind andere – aber auch relativ einfache – Lösungen möglich. So können z.B. Lagerhölzer ausgelegt werden, die mit einer zwischen liegenden Dämmung versehen werden. Die begehbare Fläche kann mittels OSB-Platten hergestellt werden. In manchen Häusern sind sogar ungedämmte Holzbalkendecken mit einer entsprechenden Luftschicht als oberste Geschossdecke zu finden. Hier ist die einfachste Lösung, diese Luftschicht mit Zellulose zu dämmen. Diese Dämmmaßnahme kann vom Fachmann ohne großen Aufwand und Schmutz kostengünstig durchgeführt werden. Über Einblasöffnungen wird Zellulose in den vorhandenen Hohlraum eingebracht. Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll – durch die niedrigeren Heizkosten ist die Dämmung schon nach wenigen Jahren abbezahlt! Das Wohnklima verbessert sich und die Gefahr von Schimmelbildung an den Raumecken wird reduziert. Wenn möglich sollte die Dämmstärke 25 cm betragen.


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