3. Der Energieausweis

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Informationen rund ums Bauen und Sanieren 26 ! men zunächst auf eine Dämmung zu verzichten. Das ist zwar nicht das ideale Sanierungskonzept – aber es führt auch nicht zu Schäden an den ungedämmten Gebäudeteilen. Einzige Ausnahme: Innendämmungen können zu einer stärkeren Auskühlung der angrenzenden Bauteile führen. Hier sollte immer gut geplant und fachgerecht ausgeführt werden. Bereits gedämmt! Ob 4 cm Dämmung bei einer hinterlüfteten Klinkerfassade, 5 cm Wärmedämmverbundsystem aus den 1970er Jahren oder 3 cm Dämmung zwischen den Dachlatten hinter einer Schieferfassade: bereits gedämmt bedeutet in der Regel, dass 40–70% des wirtschaftlich sinnvollen Dämmpotenzials bereits ausgeschöpft sind. Dennoch lohnt sich eine Erneuerung und Verbesserung der Dämmung immer dann, wenn die vorhandenen Flächen ohnehin saniert werden müssen. Ausnahme: Ältere Dachdämmungen. Diese Dämmschichten sind häufig lückenhaft verlegt und nicht ausreichend luftdicht. Hier zahlt sich schnelles Handeln aus. Die Räume werden nach einer fachgerechten Dämmung behaglicher und die Energiekosten sinken spürbar. Kleine Maßnahmen Fenster justieren Ältere Fenster und Haustüren sollten regelmäßig gewartet werden. Oftmals können die Fensterbeschläge nachjustiert und die Dichtungen erneuert werden. Bei Haustüren kann ggf. eine Bodendichtung nachgerüstet werden und ein Briefkastenschlitz verschlossen und durch einen Briefkasten ersetzt werden. Das führt zu einer wesentlich besseren Luftdichtheit mit entsprechenden Energieeinsparungen. Heizkörpernischen dämmen Eine Dämmung der Heizkörpernischen ist immer dann sinnvoll, wenn die Außenwände in absehbarer Zeit nicht gedämmt werden. Bei einer Dämmung der Außenwände erübrigt sich diese Maßnahme. Rollladenkästen dämmen Undichte und schlecht gedämmte Rollladenkästen sollten immer gedämmt und fachgerecht abgedichtet werden. Auch undichte Gurtführungen können nachträglich mit Bürstendichtungen abgedichtet werden. Wichtig ist eine lückenlose Verlegung der Dämmplatten und eine Abdichtung sämtlicher Randfugen. TIPP: Übrigens: Falls der Platz zum Dämmen innerhalb der Kästen nicht ausreicht, kann die Dämmung auch raumseitig aufgebracht werden! Weitere ausführliche Erläuterungen... ...finden Sie auf den Internetseiten uu der Energieagentur Niedersachsen, uu der dena (deutschen Energieagentur), uu der Verbraucherzentrale Niedersachsen. 3. Der Energieausweis (Quelle: energieagentur.nrw.de) Auf einen Blick EnEV und Energieausweis für Gebäude Mit der Energieeinsparverordnung 2007 wurde der Energieausweis im Gebäudebestand schrittweise eingeführt. Ziel des Energieausweises ist es, die Energieeffizienz von Gebäuden vergleichbar zu machen und damit Markttransparenz im Gebäudebereich zu erzielen. Energieausweis für Gebäude – Grundsätze – Das 10 Jahre gültige Dokument muss vom Gebäudeeigentümer immer dann vorgelegt werden, wenn ein Haus oder der Teil eines Gebäudes verkauft oder neu vermietet, bzw. verpachtet oder verleast wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Wohn- oder ein Nichtwohngebäude handelt (nur bei denkmalgeschützten Gebäuden ist kein Energieausweis erforderlich). Mit Hilfe eines Bandtacho-Labels wird das jeweilige Gebäude mit verschiedenen Gebäudestandards verglichen. Sofern sinnvoll, erhält der Gebäudeeigentümer vom Aussteller zusätzlich kurzgefasste, fachliche Sanierungsempfehlungen. Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis? Beim Bedarfsausweis wird auf Grundlage der energetischen Qualität von Gebäudehülle und haustechnischen Anlagen mit Hilfe standardisierter Randbedingungen nach


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