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Bad_Gandersheim_60_02

33 Passivhaus Baukonzept, das zwei Grundprinzipien vereint: Wärmeverluste zu vermeiden und freie Wärmegewinne zu optimieren. Im Inneren eines Passivhauses werden vorhandene Energiequellen (wie einfallende Sonnenenergie, Körperwärme und Abwärme von Elektrogeräten) zur passiven Erwärmung genutzt. Typisch sind die Ausrichtung großer Fensterfronten nach Süden und ein kompakter Baukörper des Gebäudes. Passivhäuser erreichen hohe Energieeinsparungen durch eine stark wärmende Gebäudehülle und besonders energieeffiziente Bauteile. Die Außenhülle des Gebäudes muss luftdicht sein und das gesamte Gebäude umfassen. Zusätzliche wesentliche Merkmale sind spezielle Passivhausfenster, Passivhaustüren und eine Lüftungsanlage. PlusEnergieGebäude Gebäude mit einem Energieüberschuss in der Bilanz. Demnach wird mehr Energie gewonnen als verbraucht. Im Allgemeinen handelt es sich um ein Gebäude mit energetischen Rahmenbedingungen ähnlich einem Passivhaus, das in hohem Umfang mit Erneuerbaren Energien versorgt wird. Zusätzlich weist es Energiegewinne (z.B. über Photovoltaik) aus, die höher liegen als die gelieferten Energiemengen für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom. Primärenergiebedarf Der Primärenergiebedarf bildet die Gesamtenergieeffizienz Bad Gandersheim baut… Stichwortverzeichnis eines Gebäudes ab. Er berücksichtigt neben der Endenergie auch die sogenannte „Vorkette“ (Erkundung, Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) der jeweils eingesetzten Energieträger (z.B. Heizöl, Gas, Strom, Erneuerbare Energien etc.). Kleine Werte signalisieren einen geringen Bedarf und damit eine hohe Energieeffizienz und somit eine die Ressourcen und die Umwelt schonende Energienutzung. Auf den Jahres-Primärenergiebedarf (QP) bezieht sich hauptsächlich die Energieeinsparverordnung (EnEV). Primärenergiekennwert Vergleichswert für die primärenergetischen Anforderungen an ein Gebäude gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV), welcher auch im Energieausweis für Gebäude angegeben wird. Transmissionswärme Wärmestrom, der aufgrund von Temperaturunterschieden durch die Außenbauteile eines Gebäudes fließt. Die dabei entstehenden Verluste werden transmissionswärmeverlust genannt. Thermografie Thermografieaufnahmen decken die energetischen Schwachstellen eines Gebäudes auf. Mit Hilfe einer Infrarot-Kamera werden Bilder erstellt, die aufzeigen, an welchen Stellen des Gebäudes die meiste Wärme verloren geht. Aus der Analyse der Aufnahmen können nach einer Auswertung konkrete Maßnahmen zur Sanierung der Schadensquellen abgeleitet werden. Die Infrarot- Kamera kann als ergänzendes Werkzeug bei einem Blower-Door-Test eingesetzt werden, um fehlerhafte Bauteilanschlüsse oder Durchdringungen zu lokalisieren. Vor allem Wärmebrücken können mit thermografischen Bildern dargestellt werden. Hierbei werden bei Außenaufnahmen eines Gebäudes die wärmeren Stellen meist rot dargestellt. Bei Innenaufnahmen zeigen die kälteren Stellen die Abkühlung durch die Außenluft an und sind meist blau dargestellt. U-Wert Früher K-Wert, übliches Maß für die Wärmedämmeigenschaften von Bauteilen (Einheit: W/(m2·K)). Mit dem U-Wert wird der Wärmestromdurchfluss durch einen Quadratmeter eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin zwischen innen und außen angegeben. Je kleiner der U-Wert, desto besser die Wärmedämmeigenschaften eines Baumaterials und umso geringer die Heizkosten. Wärmebrücke Schwachstelle in einer Baukonstruktion mit deutlich größerem Wärmeverlust im Vergleich zu den angrenzenden Bereichen. Wärmedurchgangskoeffizient Siehe U-Wert


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